HEILPRAKTIKERIN  Martina Singh-Glowalla
"Wer nicht merkt, dass es dunkel ist, der sucht nicht nach dem Licht"   Phil Bosman

Homöopatische TIPPS für die Ersthilfe:

Das Verabreichen homöopatischer Mittel ist ein höchst individueller Vorgang. Dennoch haben sich bei akuten Krankheiten einige Standardmittel heraus kristalisiert, die sich ohne allzu langes Repertorisieren bei bestimmten Symptomen als die richtigen Heilmittel in der Praxis bewährt haben.

Aber auch hier gilt, wenn sich die Beschwerden nicht in angemessener Zeit verbessert haben, oder sich sogar noch deutlich verschlimmert haben, ohne dass es sich bei der Verschlimmerung um die sogenannte Erstverschlimmerung handelt, dann MUSS ein Arzt oder ein erfahrener Homöopath zu Rate gezogen werden!  

 

 

ERSTE HILFE Mittel

ARNIKA C30 (Bergwohlverleih)

Arnica ist angezeigt, bei Stürzen, Prellungen und Unfällen aller Art. Es hilft gegen den Verletzungsschock, Schmerzen,  Schwellungen und Blutergüssen. Es wirkt Blutstillend und beschleunigt die Wundheilung.

Auch bei Stürzen, wo der Kopf beteiligt ist und der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht, ist Arnica das erste Mittel der Wahl.

 

Bewährte Mittel bei Ohrenschmerzen

ACONITUM NAPELLUS C30  (Blauer Eisenhut) 

Ist angezeigt, wenn die Ohrenschmerzen am späteren  Abend oder in der Nacht ganz plötzlich mit zuerst Frösteln, dann hohem Fieber, das in kurzer Zeit stark ansteigt, einsetzen. Oft war der Patient am Tag kaltem Ostwind ausgesetzt. Mit dem plötzlichem, starken Fieber kommt die eigenartige Gabe dazu, genau sagen zu können, wann er stirbt. ("Sagt den genauen Todeszeitpunkt voraus.") Der Patient hat großen Durst und ist sehr ängstlich. Wärme verschlechtert.

APIS C30 (Honigbiene)

Die Schmerzen sind hier stechend und brennen (wie bei einem Bienenstich). Die Entzündung bei Apis ist hellrot und ödematös, d. h. , dass sich Wasser im Gewebe ansammelt ( kann hier aber nur vom Arzt gesehen werden, da sie sich ja im Ohr befindet). Die Patienten, die Apis benötigen sind oft eifersüchtige Personen, die im allgemeinem aber sehr fleißig und emsig sind. Im Krankheitsfall sind sie  ruhelos.  Der Patient ist durstlos. Wärme und Berührung des Ohres vertragen sie nicht. Kalte Auflagen und frische Luft bessern die Beschwerden.

Auch bei einem Tubenkatarrh oder Paukenerguss ist Apis das erste Mittel der Wahl.

BELLADONNA C30 (Tollkirsche)

Die Ohrenschmerzen bei Belladonna kommen plötzlich und  sind heftig. Der Patient fühlt eine Druck und Hitze im Ohr. Hohes Fieber begleitet die Entzündung(39°-40°C). Der Patient ist sehr reizempfindlich und mag keine Geräusche, Erschütterung oder dergleichen. Ist das Fieber hoch genug, dann halluziniert der Patient mit glasigen Augen und weit geöffneten Pupillen. Man hat den Eindruck, als ob er einen innerlichen Kampf ausficht. Kälte wird nicht gut vertragen. Der Patient  verlangt und braucht Ruhe und Wärme, und hat wenig Durst.

CHAMOMILLA C30 (Kamille)

Der Schmerz von Chamomilla ist unerträglich für den Patienten, das merkt auch die Umgebung. - die Wut kommt bei den Eltern an. Der Patient ist sehr gereizt, unzufrieden, schreit vor Wut  und Schmerz und will ständig umhergetragen werden. Eine Wange kann rot sein, die andere weiß. Der Patient ist vom Fieber heiß und schwitzig mit Durst. Wärme und Berührung verträgt es nicht.